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Gemeindebrief Oktober/November 2026
An(ge)dacht
„Kirche mit Hoffnung“, dann „Kirche im Wandel“.
Wie geht es weiter? Wie geht es mir damit? Und: Was wird über der nächsten „Reform“ stehen?
Haben wir Hoffnung, uns so wandeln zu können, dass die nächste „Reform“ sich nicht wieder wie
„Mangelverwaltung“ anfühlen wird?
Das sind die Fragen, die das Leben auch mir stellt:
Leben ist Wandel. Jeden Tag verändern wir uns. Gut, zunächst nur unmerklich, kaum wahrnehmbar. Aber wenn ich in einem Fotoalbum blättere (da habe ich – immer noch – für jedes Jahr seit 2000 eins), wird schon deutlich sichtbar, wie sehr ich
mich im Lauf der Jahre auch verändert habe. Trotz all der unauslöschlichen Prägung, die ich durch meine Eltern, meine Familie, durch Freunde und mein soziales Umfeld erfahren habe.
Trotz, dass ich doch auch ein „Gewohnheitstier“ bin. „Kirche mit Hoffnung“, „Kirche im Wandel“: Menschen bewältigen Kriege und Diktaturen. Sie kommen mit Systemänderungen zurecht und erkämpfen sich – wenn nötig – die Form, in der sie leben wollen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wir werden in Zukunft damit umgehen können, Gebäude – vielleicht auch Kirchen –abzugeben. Das fühlt sich nicht gut an. Und: wir werden in absehbarer Zeit weniger.
Nicht nur an Kirchenmitgliedern, sondern auch an in der Kirche Beschäftigten. „Kirche mit Hoffnung“, „Kirche im Wandel“. Bin nicht ich ein Baustein an diesem Bauwerk: Kirche? Bin nicht ich ein Glied: am Leib Christi? Schaut nicht Kirche vor Ort immer
nur so aus, wie wir uns – als Glaubende, als Hoffende, als Zweifelnde – zusammenfinden und uns in gegenseitigem Respekt Raum geben?
Der Mörtel, der die Bausteine zu dem Bauwerk Kirche zusammenhält, das Gewebe, das die einzelnen Glieder zu dem einen Leib Christi verbindet: Ist das nicht die Liebe, von der Jesus (Joh. 13) sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“?
(Pfarrer Andreas Wittkopf)

















